Archiv der Kategorie 'Schreiben'

wieder ein jahr

Saturday, den 14. January 2017

verschluckst du
die sonne
weil du angst vor
dem untergang hast

vibriert
mein dirty talk
als handyklingelton
in deiner hosentasche

berühren sich
unsere seelen
weil sie sich schon
so lange kennen

sind wir nicht mehr ganz neu
und doch.

Drahtseilakt am Anfang eines Jahres

Tuesday, den 10. January 2017

lass mich
lass mich nicht
fallen

solange die drahtseile
auf denen ich balanciere
mich nicht erhängen
& meine akte
dir noch imponieren

Salon Fluchtentier No.3 “Daher, Scheffler, Scho”

Tuesday, den 22. November 2016

Salon Fluchtentier geht in die dritte Runde! Geladen sind für November die Berliner Lyrikerinnen Lydia Daher, Rike Scheffler und Sabine Scho. Ihre Dichtungen verbindet miteinander, dass sie über die eigene Sprache hinausgehen und andere Kunstformen berühren. Beim Salon Fluchtentier no.3 stellen sie Auszüge aus dem Spektrum ihres Schaffens vor.

Lydia Daher ist Dichterin und Songwriterin, ihre Texte leuchten die „Dimensionen der Melancholie“ (Südeutsche Zeitung) aus – zuletzt veröffentlichte sie das Album „Algier“, das Foto-Text-Buch „Frisches Trauma“ (beide 2015) sowie gemeinsam mit dem amerikanischen Comic-Künstler Warren Craghead III die Graphic Poetry „Kleine Satelliten“. Beim Salon Fluchtentier wird sie aus aus ihrer Lyrik lesen.

An der Schnittstelle zwischen Musik und Dichtung arbeitet ebenfalls Rike Scheffler: Mit Loopstation bringt sie ihre Lyrik in eine neue, klingende Form. Scheffler baut szenisch-musikalische Sprach/Klang/Rauminterventionen, in denen Wahrnehmungs- und Erlebnisweisen hinterfragt und geöffnet werden. Sie kollaboriert häufig und gern mit Künstler*innen verschiedenster Genres wie dem Theater, Jazz, Pop, Film, der Oper und der Installations- und Performancekunst. Ihr Debütband „der rest ist resonanz“ erschien 2014 bei kookbooks.

Sabine Scho veröffentlichte zuletzt „Tiere in Architektur“ (kookbooks, 2013) – ein Band, in welchem Fotografien unterschiedliche Textformen flankieren – und das Magazin „Origin of Senses“ (2016), worin Schos Texte mit Arbeiten des Illustrators Andreas Töpfer in Dialog treten. Beim Salon Fluchtentier wird sie neben ihren lyrischen, auch essayistische Texte vorstellen.

Gefreut werden darf sich auf einen reichen Lyrikabend, jen- und diesseits der berühmt-berüchtigten Wasserglaslesung!

Eintritt: 7 Euro (ermäßigt: 4 Euro)
Reservierungen unter: 069/49084828
Nähere Infos: www.romanfabrik.de/programm/detailansicht/calendar/2016/11/22/
event/tx_cal_phpicalendar/salon-fluchtentier-no3

U.a. Moderation von mir.

Beten im Herbst

Friday, den 4. November 2016

Deine Hände zwischen meinen Beinen
zum Gebet gefaltet/ Wer möge es erhören/
Es gibt eine Liebe, die nichts bringen muss/
Lass mich in diesem Leben nicht mehr allein.

gegen den schmerz noten zu verteilen

Saturday, den 15. October 2016

stets bemüht. gegen den schmerz. noten zu verteilen.
“immer sehr, sehr herzlich”. der marktfrau plumpst der busen
aus dem dekollete. mal gucken, ob untenrum schon
operiert wurde. wir sind diskret. vor den augen der anderen.
halten wir uns die augen zu.

ja, ich weiss

Wednesday, den 5. October 2016

kontakt/ abbruch/ hör bitte nicht hin/ wenn ich dir sage, dass ich dich liebe/ich lasse mich jetzt rundum operieren/ es gibt schliesslich zuschüsse von der krankenkasse/ damit ich dich nicht mehr spüre// kraulkurs für erwachsene um 7 uhr in der früh/ was tut man nicht alles, um die jugend nachzuholen// wir verstehen uns zu gut// ja, ich weiss/

“dreh mich nicht um” beim Mainzer Lesezimmer! Danke für soviel Engagement!

Saturday, den 1. October 2016

www.youtube.com/watch?v=heeQwdgCvQo

Mein vergriffenes “new poems” im digitalen Lesezimmer/ Mainz! Tausend Dank!

Sunday, den 25. September 2016

www.youtube.com/watch?v=nJO7H89×3kg

Sommergartenfest: Lyrik und Musik im Tanzhaus West! Kommt bitte zahlreich!

Sunday, den 31. July 2016

julia_mantel_frizz

FRIZZ-MAGAZIN

www.tanzhaus-west.de/dora-190816.html

lazy

Sunday, den 29. May 2016

zu faul, zu stinkend,
für den deckel auf den topf
bezahle mir doch erstmal
meinen deckel in der einschlägigen
kneipe, ziehe anschliessend
den topf unter dem bett hervor
und halte ihn mir
unter den nackten hintern
bei kerzenschein,
beweisen, beweisen, stimmt,
sollten wir uns nichts müssen,
zu faul.