Archiv der Kategorie '...Sonstige'

STADT DER TAUSEND FEUER von augst/ birke

Samstag, den 21. September 2013

„Das Laufband läuft, das Laufband läuft!“ – Die deutsche Arbeiterbewegung als Diskursmaschine, zwischen ihren Rädern das Individuum. Mit einem Großaufgebot an Frankfurter Sprechchoristen und vier Solo-Performern, Françoise Cactus, der Sängerin von Stereo Total, Hamburger-Schule-Performerin Bernadette La Hengst, dem Genialen Dilettanten Frieder Butzmann und Free-Jazz-Pionier Sven-Åke Johansson, nehmen Oliver Augst und John Birke den Begriff der Arbeit auseinander. Von Schweiß und glühendem Eisen in der „Stadt der tausend Feuer“ hin zu Softskills und 3D-Druckern in der postindustriellen Informationsgesellschaft. Heute ist das Arbeitsethos als Leitkultur noch übrig, ansonsten aber nötigt der Mangel an Arbeit zu neuen Konzepten: „Wir brauchen keine Arbeit, wir haben immer was zu tun“, singt Bernadette La Hengst.

Mit Frieder Butzmann, Françoise Cactus, Bernadette La Hengst, Sven-Åke Johansson und großem Sprech-Chor * Text: John Birke * Komposition, Bühne: Oliver Augst * Regie: Augst/Birke * Live Mix: Marcel Daemgen * Produktionsleitung: Jenny Flügge * Chorleitung: Marcus Rüdel * Mit Sprechchortexten aus „Der gespaltene Mensch“ von Bruno Schönlank, 1927 * Eine Koproduktion von textXTND, dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Musiktheater im Revier (MIR) Gelsenkirchen * Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Aventis Foundation, Innovationsfonds Baden-Württemberg * In Zusammenarbeit mit dem hr/SWR und der Alten Feuerwache Mannheim.

ich bin teil des sprech-chors.

premiere:

19. oktober 2013
20h
künstlerhaus mousonturm

weitere aufführungen:

20. und 21. oktober
ebenfalls mousonturm

ausstellungseröffnung 29. november// 19h// jüdisches museum frankfurt am main

Montag, den 12. November 2012

einladungskarte_briefzeugenschaft Kopie

u.a. mit einem hörspiel: weibliche stimmen von karolina seibold und julia mantel.

Werbung für “Geld ist ein Arschloch”

Dienstag, den 18. September 2012

18. Oktober 2012 – OFFENBACH/Main

19.30 Uhr: Lesung GELD IST EIN ARSCHLOCH. 100 Jahre Existenzangst - eine literarische Prekaritäts-Revue mit Texten von 1920 bis heute, gelesen von Katja Kullmann
>>> AKADEMIE FÜR INTERDISZIPLINÄRE PROZESSE im Rahmen des >>> SCHRANKSTIPENDIUMS des >>> Kunstraum Mato

➜ Die Autorin Katja Kullmann liest Texte, in denen es ums Geld geht – ums Shoppen und ums Hungern – ums Verprassen und ums Nichthaben. Vom Roman bis zum Zeitungsbericht – von den 20er Jahren bis heute – von der alten Bohème-Heldin bis zur modernen Sex’n‘-Trash-Künstlerin – von der Hartz- bis zur Macchiato-Mutter – von der Managerin bis zur Sex-Arbeiterin: Geld schmeckt immer seltsam.

➜ Im Anschluss: Gespräch mit Gästen und Publikum
Shades of Grey: Wie viele Farbtöne hat die Armut? | Tut Armut weniger weh, wenn man gebildet ist? | Gibt es spezifisch „weibliche“ oder „männliche“ Formen von Prekarität? | Macht ein prekäres Leben einem zu einem besseren Menschen? | Hat die/der Prekäre immer Recht? | Brauchen wir Lehrstühle für Überlebenskunst? | Kann man einen Menschen lieben, der reich ist? | Will irgendjemand wirklich einen Audi A3 haben?

So wie es aussieht, werde ich wohl mit auf dem Podium sitzen.

Veranstaltungsort:
afip – akademie für interdisziplinäre prozesse
ludwigstraße 112 (Goetheplatz)
offenbach am main

Duett im Bett Vol. 6

Sonntag, den 5. Februar 2012

Freitag, 24. Februar 2012/ Einlass 20:30h/ Abendkasse: 5 Euro

Es treten 6 Duos hintereinander auf. Jedes Duo hat 30 Minuten Zeit sich dem Publikum zu präsentieren.

u. a. Spin of Two/ Maneoli/ Ruth & RAE/ Hans Georg Schwab & Rebecca Berg/ Herr Ebu feat. Julia Mantel

Schmidtstraße 12/ 60326 Frankfurt

ENDLICH FRÜHLING MIT OSTERSCHAFEN!

Montag, den 21. März 2011

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frühlingsschafe 12-15 euro, alles unikate

anzug grau

Mittwoch, den 2. Februar 2011



anzuggrau



photos: daniel hartlaub

presse zur land-in-sicht-lesung

Samstag, den 23. Januar 2010

Einen Überblick über ihr Schaffen gab Julia Mantel am 6. Dezember in der Buchhandlung Land in Sicht im Frankfurter Nordend. Die Veranstaltung begann zwar mit einiger Verspätung, doch das erlaubte etwas Zeit, das Umfeld etwas zu studieren.
An der Stirnwand des Raums hingen große quadratische Mosaike aus Photographien. Scheinbar nichts besonderes: Türen, Leute vor Türen, oft kommt sogar der gleiche Eingang mehrfach vor. Nicht unbedingt Leute, die man kennt. Das Rätsel löst sich aber rasch: Es handelt sich um Frankfurter Musiker vor ihrem Übungsraum. Nutzen sie das gleiche Lokal, dann stehen sie auch vor der gleichen Tür Porträt. Es handelt sich übrigens bereits um die vierte Bildserie, die unter diesem Gesichtspunkt gestaltet ist. Es begann mit Schriftstellern. Auch in jeder anderen Hinsicht zeigt das Land in Sicht seinen Bezug zum Stadtteil. An diesem unfreundlichen Dezemberabend ist wirklich Land in Sicht, wenn die beleuchteten Scheiben sich gegen die düstere Halbwirtlichkeit der Nebenstraße durchsetzt. Ein paar der Verkaufsregale sind zur Seite geschoben, in die freiwerdenden Fläche hat man ein paar Plastikstühle gestellt. Man kennt sich untereinander, der Dreadlockträger muß irgendetwas mit dem Laden zu tun haben, spricht aber nicht mit jedem. Auf einem kleinen Tischchen stehen ein paar Flaschen Wein, nichts besonderes, aber auch nicht der ganz Schlimme von der Tankstelle. Man gibt sich Mühe.
Julia Mantel raucht rote Gauloise. Eine Buchhandlung scheint also Privatgelände zu sein – anscheinend reicht die Macht der Gesundheitsbevormunder noch nicht so weit, auch hier die Lust am glimmenden Stengel zu verbieten. Der Gast beginnt, sich wohlzufühlen.
Doch Julia Mantel raucht nicht nur, sie liest auch gut, trotz Erkältung. Eine klare, ruhige Stimme trägt den Hörer von Gedicht zu Gedicht. Sie verzichtet auf Ausdruckskunststückchen, und sie hat sie auch nicht nötig. Die Texte sind selbst ausdruckvoll, um so stärker, je kürzer sie sind. Mantels Lyrik verdichtet, ohne sich in die Überformalisierung der Moderne zu zwingen. Immer bleibt sie fühlbar, immer gelingt es ihr, mit wenigen Worten ein Bild zum Leben zu erwecken, und manchmal auch, die Empfindung körperlich zu machen.
Am treffendsten gelingt ihr das in einem Vierwortegedicht aus ihrer Sammlung New Poems:

doppelbelastung einer illegalen putzfrau

ständig
boden

ständig
hoden

Leider ist die Lesung schon nach einer guten halben Stunde am Ende. Ihr Vorrat ist leer - es gibt scheints einfach nichts mehr zum Zugeben.
Man kann ihr nur wünschen, daß sie weiterschreibt, und daß wir vielleicht ein mal eine dickere Sammlung von ihr in die Hände bekommen.
Nach der Lesung gibt es noch eine kurzen musikalischen Ausklang. Begleitet von Carsten Olbrich, der in seiner eigenen Karriere als Mister Ebu firmiert, trägt Mantel noch drei Lieder vor. Leider nicht der stärkste Teil des Abends – noch ein paar Texte wären eher etwas für mein Ohr gewesen.
Am Ende hat jeder noch die Chance, sich ein paar Eindrücke von Julia Mantels Designerstücken zu machen, die sie unter dem Label Unvermittelbar vertreibt. Als ich meine Tasche packe und mich verabschiede, muß sie mich zurückrufen, um mich daran zu erinnern, daß ich das mitgenommene Buch noch nicht bezahlt habe. Es ist mir sehr peinlich. Aber wenigstens beim Wein habe ich selbst daran gedacht.

Toni Reitz

aus: eXperimenta 01/2010

auch wenn der winter schön ist- der sommer wird kommen- nicht zuviel verraten!

Samstag, den 16. Januar 2010

tonnenweise kaufe ich gerade wolle ein, damit auch im sommer niemand frieren muss.
gehe im sommer mit einer limitierten “unvermittelbar”-auflage an den start.
die farben sind so schön, schön! und die strickerinnen im rhein-main-gebiet sehr fleissig.
freuen wir uns des lebens!!

frohe weihnachten und guten rutsch

Mittwoch, den 23. Dezember 2009

für wen´s interessiert:

www.myspace.com/mrebu

LAND IN SICHT// 5. dezember 2009// herr ebu & julia mantel

Montag, den 7. Dezember 2009

091205JuliaM_Lesung_etc._48v2-bernd

photo: bernd bodtländer