(g)reif
6. November 2026vorsichtig
reihe ich
wort an wort
kein überflieger
hinterlässt
seinen weißen
streifen
am himmel
greife also
nach dir
vollkommen
angreifbar.
vorsichtig
reihe ich
wort an wort
kein überflieger
hinterlässt
seinen weißen
streifen
am himmel
greife also
nach dir
vollkommen
angreifbar.
In den Sand
gesetzt
hatte ich Einiges.
Aus der Luft
gegriffen
Burgen und
Schlösser gebaut.
Solange mir
die Mitbewohner
nicht von
der Seite wichen
nahm man mir
eine Zeit lang
die Hausherrin
ab.
Sollte ich
vorführen
wie ich
verführe
wäre
mein Entblättern
dann entzaubert
zöge sich
die Gardine
wieder zu
um mich
vor mir
selbst
und der Welt
zu schützen.
Fels aus
Brandung
diesmal
außer Rand
und Band
das Schreiben
in mir wohnt
als unsicherer
Gast
mein Bleistift
immer dieser
Pfeil ins Herz
spitze ich ihn
meinen Ohren
gleich
als ich höre
wie sie die
Reden schwingen
wie die Reden
sich wenden
wie der Wind
sich dreht.
Rafft die
ungelernte Kraft
noch alles zusammen
von dem was
sie zu tun
hat von Tuten
und Blasen
keine Ahnung.
Es ist wichtig
den Moment
wahrzunehmen
als hieltest du
ein Juwel in der Hand
und keine Kamera.
Was nützt
ein Jet-Set-Leben
ohne Zugehörigkeitsgefühl:
Du fühlst dich
fremd im
anderen Land
träumst
dich gedankenverloren
in die nächste Ferne.
Die Reue
kommt noch
früh genug:
Warum nicht
bei Butter aufs Brot
dem Gegenüber
einfach endlich
die Liebe
gestehen?
Die Reumütigen
dagegen
standen
ganz woanders.
Die standen
nämlich
hauptsächlich
neben sich.
Die Kehle
wird trocken
jemand hat
dir die Seele
geklaut.
Manchmal
hilft bloßes Zocken
aber oftmals
bleibt dir
für immer
alles weitere
verbaut.
Allein
auf weiter Flur
staubt es
schon wieder
obwohl ich
gerade gesaugt
habe.
Ach, wäre
dieser Staub
nur endlich Laub:
Ich würde
in meiner Wohnung
täglich durch
den Herbst tanzen.
Ein Blatt mindestens
würde sich sicherlich
wenden.
Immer hier
geblieben
jede Veränderung
bemerkt
viele vermisst
die weggegangen sind
echt nur äußerst
wenige verwünscht:
Meist
blieben
die Flüche
in der Küche.