Archiv der Kategorie 'Schreiben'

zeichenskizze

Sunday, den 11. February 2007

auf den weiden hat es
nun niemand mehr eilig, seit dein haar
nicht mehr zwischen meinen händen
knistert und sich übers knie bricht.

die drachen kommen immer
wieder zurück, denk daran,
solange es die kinder nur wollen
& der wind ihnen lieder erzählt.

auf dem hochsitz hätte ich gerne mit dir
meine unschuld verloren, einmal.

Friday, den 5. January 2007

hei mat
schrei staat
heil saat
pfeil dart
drei rad.

wunsch 2007

Friday, den 5. January 2007

küsst mich die
muse nicht
küsst mich ein
anderer

eine unbekannte formel

Sunday, den 17. December 2006

haut aus wunden
heilprozessen gebe ich
noch eine chance

küsse
gezählt von oben
bis unten/ spuren
suche

dazwischen
weisses licht
wie eine lösung

eine unbekannte
formel.

für e.

Sunday, den 17. December 2006

ich geh dir aus
dem weg
ins fremde, wo
die träume wohnen.

mein weg
ist dein abbruch
die dich streifen
werfen schatten
spiele stürzen ab.

es ist alles nicht so
aufregend, wenn man
es dann macht.

am ende älter

Saturday, den 16. December 2006

wie die fliegen sterben
sie ohne scheuklappen
aus dem bekannten kreis

dünne arme, dünne beine
im wendekreis des krebses
dem gestreuten

ein letztes telefonat &
es riecht nach kuchen,
nach kaffee, nach stroh
im haar von früher

wir müssen jetzt abbrechen,
alles tut so weh.

päckchen zu tragen

Friday, den 15. December 2006

soviele
koffer
überall liegen gelassen

klaube meine
erinnerungstücke
zusammen

ziehe um, ziehe
fort
gehe weiter, bleibe
stehen

.
.
.

dreh´ mich
im kreis

um dich.

ICE: F*H*BI

Friday, den 1. December 2006

Meditieren über den Worten
der anderen
Dichter & Denker,
(Kunert & Kolbe),
Henker
in meinem (freien) Fall.

wo bist Du
nur
dazwischen
zum Fluchtpunkt
verkommen?

Hände, die mich hielten
zeichneten Kryptik
auf meine Haut

& ich befinde mich hier
über den Büchern,
zwischen zwei Zügen,
zwischen den Stühlen

bornheimer hang/panoramabad/mitte oktober

Sunday, den 15. October 2006

auf dem weg
mir schuppen
zu holen

auf der haut
die ohne unterlass
altert

rütteln passanten
kastanien
von den bäumen

riecht es links
nach gegrilltem
fleisch

feiert der himmel
sein blau ohne
wolken

mein handtuch
haltend- ich

ohne es zu
werfen.

fünf vor zwölf

Tuesday, den 10. October 2006

du wünschst, ihr solle es gut gehen,
und das jetzt, sagst du,
fünf vor zwölf.

deine augen wirken
müde

schon lange,
seit ich dich kenne,
viel mehr

und dann schluckst du

hastig, schaust

viel zu oft

auf die uhr.