liebeserklärung, unverhofft, spät abends
Sunday, den 10. February 2008unerhörtes
in fast tauben
ohren
fliesst ein
in die träume.
unerhörtes
in fast tauben
ohren
fliesst ein
in die träume.
www.literaturforum-frankfurt.de/e-trolley/page_372/menu/et_index.html
Der 88. Literaturbote ist da
“Merk dir kein Meer an den Wolken” heißt die im neuen Literaturboten publizierte Gedichtauswahl des jungen Lyrikers Christian Schloyer, die diesem Heft zugleich den Titel gibt. Eine himmelweite, aber den Raum der Sprache auch eingrenzende Metapher – gut für ein Heft, das eine Reihe von experimentellen Texten enthält. Mit Beiträgen von André Schinkel, Julia Mantel, Alban Nikolai Herbst, Jan Volker Röhnert, Deborah Bernhardt, Julia Wolf, Markus Berger, Ulrich Holbein sowie von Autoren aus dem “Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen”.
unterm strich
bleibt
nicht immer
genug
übrig
für zwei.
gefühlen trauen/
sie verfolgen/
bis in den schlaf.
meine beine
die mich versuchen
durch den tag
zu tragen
fangen an zu lahmen
allem muss ich zuschaun.
wie
frisch
aus dem ei
geschlüpft:
der
weisse flaum
auf
deinem
kopf-
um
haares
breite
dem
tod
entkommen.
bin ich so toll
wie ich aussehe
sieht es so aus
wenn ich toll bin?
ich
eigne
mich
meine vita
ist dem herrn
im grauen anzug
massgeschneidert
ich
brauche geld
& erfahrung
ich
verbeuge
ich
verbiege
ich
siebe
die worte
für eine
anstellung
ausstellung
bestellung
missionarsstellung
speichel fliesst:
schliesslich fügt es sich.
der frühe morgen
krempelt
die nacht um
in den tag
mein kopfkissen
versucht nicht
mich zu ersticken
manchmal
entscheidet
das leben
von selbst
sich zu ändern.
charles bukowski schreibt:
nichts wird sich ändern,
du bleibst allein
auch die fehlfarben
singen davon so ähnlich
.
aus deinem mund aber
will ich anderes hören.