alleene
Monday, den 12. September 2005alleene
die kleene
aber:
die
beene!
alleene
die kleene
aber:
die
beene!
eine gewisse form
von verlorenheit
eine gewisse form
von traurigkeit
sei ganz normal
sagst du
und ich kann
fast dein haar
berühren
während du
zigarettenrauch
über deine stirn bläst
und es sich dabei etwas
nach oben hebt
ich will bleiben
für immer hier
in deiner küche
und bei diesem tee
zwischen zwei laken
zwischen zwei zeilen
dein rauher atem
wie ein zuhause
wenn wir uns halten
in den kalten
nächten
ohne versprechungen
bisher
bis hier her
.
.
auf dem weg nach hause
führt doch kein weg zurück
laub
legt sich
zur ruhe
hin
bedeckt
den boden
der friert.
der herbst
bricht ein
wie in einen
gefrorenen see
und am himmel
schwärmen
die schwarzen vögel
vom süden
zur andacht
falte ich
die hände
um eine tasse
heissen tee
während
auf den äckern
die heuballen
am strassenrand
stehen
wie leichte mädchen
ich gebe zu
i feel blue
die reste
des jahres
betrachtend.
ich bin wieder zurück
in dem unort
der mir meinen namen
gab
ich bin wieder dort
wo das knurren
im magen
zum ersten mal
auftrat
pädagogisch wertvoll
schmeckt das essen
und die nachbarn
von der zelle gegenüber
wollen dringend meine
daten
die sehnsuchts-s-bahn
fährt im halbe-stunden-takt
mit warten habe ich hier
die zeit verbracht
bis der gong
zur grossen pause
erklang
wie eine warnung
ich bin wieder zurück
und kreuze die finger
unter eurem tisch.
die worte
springen mich an
wie ein
bellender hund
vor dem ich
angst habe
ich könnte
hinter
den fernseher
greifen
wo nichts
auf mich wartet
schade-
die rama-familie
konnte sich
nur einen dreh
leisten
und wie hoch
der preis
für das leben ist
das jemand führt
das erfahre ich nie.
die Sonne versteckt sich
schon ein paar Stunden/Kilometer
hinter dem Horizont
und hält mit dem heutigen Tag
hinterm Berg
im Rückspiegel betrachtet
sehen wir nicht mehr ganz so super
aus
ich kann deine Müdigkeit verstehen
du trägst Schwielen an den Händen
vom Stöckelschuhgeklapper auf der Tastatur
mein Reissverschluss klemmt
Klammer in der Kälte
und so kann ich sie nicht an meinem
Busen kühlen
ich sehe deinen Atem klirren und er
wirft kleine Wolken auf die Armatur
lass uns im Zimmer drinnen mit der Heizung
auftauen:
ich trag dich stolz über die Schwelle nur.
heimchen am herd
bleibt zuhause
bei tag und bei nacht
bringt die küche
zum funkeln
wie einen diamanten
zur belohnung
näht heimlich
das beine-breit-kleid
zur wiederholung.
die hast ist weg
lobst du
mich
und meine nase
passt genau
in deine
rechte achsel
die hast ist weg
morgen
ist
egal
.
.
.
wir halten hier
die stellung.