delirium
Saturday, den 26. November 2005eventuell kann ich dort demnächst auch verkaufen.
eventuell kann ich dort demnächst auch verkaufen.
alles abgegeben im hirschgraben am main, vorher noch schüchtern den lieferschein am rechner getippt.
annette, die geschäftsführerin, war vor allem von den relativ edlen zart-rosa feiertagsschals begeistert.
einen habe ich mit gold umhäkelt, den anderen mit silber. dazwischen glänzt die wolle weich.
ich bin süchtig. ich bin besessen:
vom stricken, kochen und vom lyrik schreiben.
hoffentlich stört das niemanden.
vielleicht regnet es eines tages geld in mein portemonnaie.
fahre jetzt gleich nach frankfurt und liefere mein zweiwöchiges werk dort ab.
wer es wärmer möchte und bessere zeiten, der versucht´s einfach mal mit profanem shopping.
…zu stricken. das wäre mein traum.
manchmal muss man/frau auch wieder manuelle tätgkeiten verrichten:
habe heute den teuersten schal (mit der hand) meines lebens fertiggestellt.
eine altrosa wolle, nicht ganz gleichmässig gesponnen, ist jetzt zu einem meterlangen winter-accessoire geworden und 100 euro mindestens will ich schon dafür haben. zart, flauschig, wärmend: der höhepunkt des tages.
mit rosatönen in allen variationen habe ich mich eingedeckt und stricke damit nun feine schälchen für die damen und die feiertage.
der stoffwechsel wartet schon drauf.
wenn ich alle verkauft habe, werde ich ein glas champagner trinken…
hurra, hurra, zehn meterlange, meterbreite winterschals werden die wetterau richtung hansestadt hamburg auf dem postweg verlassen.
ich werde mir grosse mühe für claudia grabbe geben in der marktstrasse im legendären karoviertel. pastell, grau vielleicht, alles vergoldet. ich lebe gern. alles macht weiter.
flauschiges wird sich demnächst um hälse legen, recken, schlingen.
die neuen herbstfarben sind für mich petrolblau mit orange bzw. einem tiefen rot.
für die frauen gibt es zu weihnachten und sylvester schmuckstücke: zartes mit gold umrandet.
und ab dem frühjahr, wenn der ball wieder runder und runder wird, werde ich tatsächlich an einer art fussball-kollektion arbeiten.
vergesst das frieren, vergesst gänsehaut, vergesst kalten atem:
man muss sich einfach nur für “unvermittelbar” entscheiden.
heute samstag und ich hänge über den winterschals, die herbstsonne verströmt ihre letzten strahlen und ich weiss nicht, ob ich siegessicher sein soll.
eben kurz fern gesehen und tatsächlich läuft frauenfussball im zweiten.
meine heutigen schals sehen nach fussball-fanatismus aus, ein bisschen zumindest, weiss mit neon und ich wünsche sie einem tollen mann an den hals.
am montag gibt es dann die photos.
danke den treuen fans.
Winterschals gibt es ab heute von mir bei Stoffwechsel zu erstehen.
Danach kann man im Cafe Karin noch etwas trinken.