also,

3. December 2005

die wolle ist schon bestellt. sobald ich ein paar winterschalexemplare fertig produziert habe, könntet ihr sie bei mir ordern.
vorher stelle ich die photos hier herein.
drei exemplare befinden sich schon in der warteschleife.

“einfach gestricktes” gericht fürs wochenende

2. December 2005

FUSILLI MIT PAPRIKA UND ZWIEBELN

für 4 Personen:
450 g rote und gelbe Paprika
6 EL Oliven öl
1 große rote Zwiebel, dünn geschnitten
400g Fusilli oder andere “kurze” Nudeln
3 EL frische Petersilie, fein gehackt
Salz und gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

1.
Paprika unter einen heissen Grill legen, bis sie gebräunt ist und Blasen wirft, gelegentlich wenden. Vom Grill nehmen und in eine Plastiktüte geben, verschließen und für 5 Minuten ruhen lassen.

2.
Paprika schälen und vierteln, Strunk und Samen entsorgen, Paprika in feine Streifen schneiden.

3. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln zugeben und bei gleichmäßiger Hitze etwa 5-8 Minuten anschwitzen, bis sie glasig werden. Knoblauch zugeben und weitere zwei Minuten garen.

4. Pasta in reichlich kochendem Salzwasser garen, bis sie fast “al dente” ist. Nicht gleich abgiessen.

5. Paprika zu den Zwiebeln geben und gut msichen. 3 EL des Pastawassers unter die Sauce rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, fein gehackte frische Petersilie einrühren.

6. Pasta abgiessen und in die Pfanne zum Gemüse geben, alles bei mäßiger Hitze für 3-4 Minuten garen. Laufend umrühren, damit sich die Pasta mit der Sauce verbindet. Gericht mit dem frisch geriebenem Parmesan servieren, der getrennt gereicht wird.

waiting for you to justify the frühbäcker

2. December 2005

die autos
hupen vorbei

und kegeln
mit ihren lichtern

nachtschattengewächse
an meine wände

deren versuch
mich zu umarmen
scheitert kläglich

geräusche
von draussen
rauschen in meinen traum
mit halboffenen lidern

der heizung knurrt der magen

mir langsam auch.

zögernd komma liebend

2. December 2005

ich kann dir nichts versprechen,
klebe ich dir als kaugummi
in dein ohr

umarmungen
aus der dunkelkammer
vom letzten abenteuerurlaub
die mich hell belichten haben
werfen lange schatten
an die wand

doch
sei unbesorgt:

jeden morgen mehr
bin ich angewiesen

auf deinen blick der dinge.

lange reihe 88 - ohne paparazzi

2. December 2005

vier wände
ohne mauseloch

rolladen unten
ein weisses laken

deine beruhigende stimme
deine hand auf meiner brust

wörter, die fallen
und die der wind
draussen nicht hören kann

sicher
bin ich
hier zu sein

sicher
und kraule dein haar

sicher
und bewache deinen schlaf

sicher
und schlafe schließlich
traumlos ein.

kinderbuch-test: mit der bitte um kommentare

1. December 2005

Hier waren sie nun also: Kikeriki, Coco und Pipi und Kaka hockten auf dem Boden zusammen und hackten nach Körnern.
Sie waren- nach Monaten der Arbeit am neuen Stall- schließlich keine Hühner auf der Stange mehr und von der Stange erst recht nicht.
In ihrem Leben würden sie nie mehr in einen Käfig gesteckt werden.
Das Licht glänzte rot in der neuen Halle und wärmte ihre hellen Federn und färbte sie rosa. Wenn sie mal mussten, wie zum Beispiel Pipi und Kaka andauernd, dann trocknete der Fön alles automatisch hinter ihnen weg. Das war wirklich sehr praktisch. Im Stall roch es immer super nach Mais und nach Körnern. So wie die meisten Bauernhöfe schon immer rochen. Seit Jahren und Jahrhunderten.
Manchmal liefen Besucher durch die große Hühnerhalle, ein paar Mal kamen auch Menschen mit Schlitzaugen und gelben Gesichtern vorbei, die trugen oft Fotoapparate um den Bauch, die blitzten.
Das gab immer ein Gegacker sondergleichen. Dann nickten diese Menschen mit ihren gelben Gesichtern im Takt der Bänder, die die Eier immer ins nirgenwo fortrugen und riefen “Shanghaie” oder “ah” und “oh” oder so. Die Leute wurden von den Chefs Japaner oder Japsen genannt.
Aber nach Luft japsen, das mussten hier alle, wenn sie genug Eier legen sollten. Kikeriki, Coco, Pipi und Kaka waren voll Freunde geworden.
Da war es egal, ob sie nun manchmal braune oder weisse Eier legten, sie hielten für immer zusammen wie Pech und schwefelfreier Wein.
Sie hofften auf ewiges Beiandersein und so versuchten Kikeriki, Coco und Pipi und Kaka soviele Eier zu legen wie möglich, doch ab und zu hatten sie auch Angst und dann berührten sich ihre rosa Federn noch enger. Weil: Ganz hinten in der Halle veschwanden regelmäßig ein paar Hühner einfach spur- und namenlos und wurden nie mehr gesehen. Wer soll da noch um die Ecke denken? Die “Verschollenen” wurden dann von den anderen Hühnerkollegen und- Kolleginnen immer als “Suppenhühner” bezeichnet. So begannen Kickeriki, Coco und Pipi und Kaka zu zittern, wenn jemand das Wort “Suppenhuhn” auch nur ganz leise gackerte. Sie hatten es gut hier in dem Stall, die Lampen waren schön warm und der Fön trocknete verlässlich alles hinter ihnen weg und die Bänder rollten den ganzen Tag und die ganze Nacht lang nicht nur mit den Augen und natürlich hatten sie sich, hoffentlich für immer:
Kikeriki, Coco und Pipi und Kaka.

transparent- oder auch: liebeserklärung an ffm

1. December 2005

dauernd ziehen sie um
in eine weitere stadt
des internationalen heimwehs

wie die vögel im herbst
südwärts im schwarm

.
ich werde bleiben

und ziehe mich damit
langsam aus

karl-marx-buchhandlung-link (ich sage danke- das unvermittelbar-imperium wächst)

1. December 2005

Dichtung. Text. Textum. Dass Dichten etwas mit der Weberei gemein hat, ist seit der Antike ein Gemeinplatz. Julia Mantel kombiniert auf zauberhafte Art und Weise beides. So verbirgt sich hinter dem Label “Unvermittelbar” nicht nur ihre Kollektion von superchicen Schals, sondern auch ihr literarisches Schaffen. Der Weblog präsentiert neben Persönlich-Anekdotischem, einen Teil ihrer Kollektion, ausgesuchte Gedichte und Prosaminiaturen sowie - man höre und staune - Kochrezepte. Sylvia Plath strickend auf der Couch; während Rolf-Dieter Brinkmann in der Küche nebenan Honig-Mascarpone bereitet. À votre…

www.karl-marx-buchhandlung.de/links/links.html

Unterricht

30. November 2005

Gestern wurde ich in meiner Darmstädter Textwerkstatt von Iris W. gefragt, die als u. a. Kunstberufsschullehrerin in einer Darmstädter Schule arbeitet, ob ich ihren “Kindern” Strickunterricht geben könnte bzw. ihnen mein Projekt vorstellen würde. Mache ich, finde ich super. Die haben sich als Lerneinheit “Stricken im Kunstunterricht” gewünscht.
Dazu gebe ich gerne mein “Ja-Wort”.

von LUKA BLOOM…

30. November 2005

gibt es ein lied, das geht ungefähr so:
“sometiiiiiimmees, stranger to kiss, sometiiiiimmmmes delirious, delirious…”

heute heisst es bei mir nur:
DELIRIUM, DELIRIUM, DELIRIUM, DELIRIUM.

(Die Auflösung gibt es am Freitag nach 20 Uhr.)